CRM und ERP werden oft synonym für „das große Unternehmenssystem“ verwendet. Tatsächlich lösen sie verschiedene Aufgaben für verschiedene Menschen im Unternehmen. Eine falsche Wahl kostet Monate und Budget. Hier die Unterschiede so, wie wir sie Kunden vor einem Projekt für CRM- und ERP-Systeme erklären.
Kurz gesagt: Ein CRM beantwortet „Wie gewinnen und halten wir Kunden?“, ein ERP „Wie erfüllen wir Aufträge und rechnen Geld ab?“. Kleinen Dienstleistern reicht meist ein CRM; mit Lager, Produktion, Einkauf und komplexer Buchhaltung braucht es ein ERP oder ERP-Module.
Die wichtigsten Unterschiede
| Parameter | CRM | ERP |
|---|---|---|
| Fokus | Kunden, Leads, Deals, Kommunikation | Ressourcen, Abläufe, Finanzen |
| Nutzer | Vertrieb, Marketing, Support | Finanzen, Lager, Einkauf, Produktion, HR |
| Kerndaten | Kontakte, Kommunikationshistorie, Pipeline | Bestände, Bestellungen, Herstellkosten, Buchungen |
| Hauptkennzahl | Conversion und Umsatz | Effizienz und Marge |
| Einführungsdauer | Wochen | Monate |
Anzeichen, dass ein CRM nicht mehr reicht
- Bestände und Bestellungen werden in separaten Tabellen geführt.
- Kosten und Marge je Deal werden am Monatsende von Hand berechnet.
- Produktion oder Leistungserbringung wird außerhalb des Systems geplant.
- Mehrere Gesellschaften und Währungen; die Konsolidierung dauert Tage.
CRM und ERP verbinden
- Führendes System festlegen je Objekt: Kunden im CRM, Produkte und Preise im ERP.
- Schlüsselereignisse synchronisieren: Ein gewonnener Deal erzeugt einen Auftrag im ERP, der Zahlungsstatus fließt ins CRM zurück.
- Gemeinsame Kennungen für Kunden und Produkte nutzen.
- Fehlerbehandlung einrichten, damit sich Abweichungen nicht unbemerkt häufen.
Die Verbindung entsteht über API-Integrationen und berücksichtigt bei Unternehmensgruppen Struktur und Reporting.
Häufige Fragen
Kann ich mit einem CRM starten und das ERP später ergänzen?
Ja, ein üblicher und sinnvoller Weg. Konzipieren Sie das CRM aber von Anfang an so, dass es sich später leicht an ein Buchhaltungssystem anbinden lässt.
Eigenes oder fertiges ERP?
Für Standardprozesse passt meist ein fertiges System mit Anpassungen. Eigenentwicklung lohnt sich bei einzigartigen Prozessen oder wenn fertige Lösungen zu viele Umwege erfordern.
Was wählt ein Dienstleister ohne Lager?
Meist ein CRM mit Modulen für Projekte, Rechnungen und Zahlungen. Für den Zahlungseingang eignen sich Zahlungslinks und Rechnungen.
Unsicher, ob Sie CRM, ERP oder beides brauchen? Senden Sie eine Anfrage auf der Seite CRM- und ERP-Systeme – wir analysieren Prozesse und Daten und schlagen eine Architektur mit klarem Budget vor.
